Veröffentlicht am 01. November 2011
feedback: die hohe kunst der rückmeldung
Thema: Praxis-Wissen
Laut Duden ist ein Feedback "die zielgerichtete Steuerung eines technischen, biologischen oder sozialen Systems."
In der Kommunikation dominiert dagegen die Rückmeldung von Wahrgenommenem, zum Beispiel durch Nicken als Zeichen der Zustimmung und des Verstehens.
Feedback geben und erhalten
Ein Feedback bezieht sich auf die Art und Weise Dinge zu tun. Der Weg, wie Dinge besser und effektiver gestaltet werden können, kommt ohne Feedback kaum aus. Feedback lebt von zwei Richtungen: Feedback geben und Feedback erhalten.
Das Feedback sollte immer konkret, konstruktiv, offen, positiv und unterstützend sein. Die Formulierung aus der Ich-Perspektive und die gleichzeitige Vermeidung von Verallgemeinerungen erhöht die Effektivität und schafft eine Beziehung zwischen dem Feedbackgeber und dem, der das Feedback erhält. Sätze wie beispielsweise: „Alle sind der Meinung, dass du dich komisch verhältst", widersprechen in allen Punkten den Forderungen eines positiven und guten Feedbacks.
Ein methodisch gutes Feedback stärkt das Vertrauen und die Beziehung der miteinander kommunizierenden Personen - unabhängig davon, ob das Feedback „eitel Sonnenschein" oder eher eine kritische Auseinandersetzung ist. Feedback entfaltet immer dann seine volle Wirkung, wenn aus der eigentlichen Rückmeldung ein konstruktives Gespräch wird, das den Empfänger in seiner Entwicklung unterstützt und einen offenen Austausch von Meinungen zulässt. Des Weiteren zeichnet sich gutes Feedback dadurch aus, dass es auf die mögliche Verbesserung und die Erhöhung von Fähigkeiten abzielt. Es stärkt Vertrauen in die eigenen Potentiale und das eigene Können.
Das aber wahrscheinlich Wichtigste ist das Gefühl, ernst genommen zu werden und das Vermitteln des Gefühls der Unterstützung. In der Personalführung wird die positive Wirkung des Feedbacks täglich genutzt.
Aufbau des Feedbacks
In dem Buch „Das Tao des Coaching" beschreibt Max Landsberg wie ein Feedback aufgebaut werden kann:
- Aktion: Benennen von Dingen, die der Empfänger gut, aber auch weniger gut macht (Ich-Perspektive).
- Wirkung: Mögliche Auswirkungen aufzeigen, die das Verhalten und das Tun auslösen können.
- Ergebnisse: Durch Fragen den Weg erarbeiten, wie Dinge besser gemacht werden können. Hier kommt es zum nahtlosen Übergang zum Coaching.
- konkret
- konstruktiv
- offen
- positiv
- unterstützend
- verwendet die „Ich"-Perspektive
- vermeidet Verallgemeinerungen